Medialer Exhibitionismus als Gesellschaftskrankheit

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Aufmerksamkeit ist die Währung unserer Zeit. Der Weg die Angeberei.

Grup Tekkan - YouTube Stars und lustige Social-Media-Kings
Grup Tekkan

Nicht mehr nur große Formate, wie Bild, RTL oder Pro7, haben die Macht berühmt zu machen und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die neuen und vor allem sozialen Medien, allen voran YouTube, sind wahre Sprungbretter für Jedermann. Nirgends sonst hätte „Grup Tekkan“ so berühmt werden können, wie durch dieses (gewollte?) Videomarketing auf YouTube. Nur hier ist es von überall erreichbar und schnell verbreitet. Während „Grup Tekkan“ nur belächelt wurde, haben sie es ebenso geschafft, wie die Band „Boyce Avenue“. Mit ein paar Cover-Clips gestartet, haben es die Jungs aus den USA heute, mit über 825.000.000 und etwa zwei Millionen Abonnenten, bis in die Social-Media-Oberliga geschafft.


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Epidemie des Online-ADHS – Wo ist nur das Ritalin?

An den Erfolgen dieser „Stars“ gemessen, haben wohl 99% aller Akteure auf YouTube nicht ganz das erreicht, was sie gerne hätten. Die Millionen von Klicks und „Gefällt mir“ bleiben aus. Dennoch gilt für sie das Motto: „Ich bin auf YouTube, also bin ich!“

„Jeder kann für 15 Minuten berühmt werden!“

Der Medien-Exhibitionismus wurde zur Gesellschaftskrankheit. Das Ziel ist die Aufmerksamkeit und zwar global. Es wird geteilt, verbreitet und hochgeladen, was das Zeug hält. Mehr Follower bedeutet mehr Likes, mehr Likes bedeutet mehr Aufmerksamkeit. Ergo: Wir vernetzen uns mit Menschen, die wir nicht kennen (nennen wir sie einfach „Freunde“), klatschen sie mit unserem „LOL-YOLO-Funny-Awesome-Shit“ zu und zählen im Sekundentakt die neuen Likes. So gesehen hatte Andy Warhol sicherlich recht, als er sagte: „In Zukunft kann jeder Mensch für 15 Minuten Berühmtheit erlangen.“ Und eben diese Zukunft scheint erreicht.

Und hier noch ein Video für alle, die noch nicht wissen, wie man diese 15 Minuten Ruhm erreicht:


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6 thoughts on “Medialer Exhibitionismus als Gesellschaftskrankheit

  1. Hauptsache auffallen 🙂 Wenn dann noch ein gutes Konzept vorhanden ist, kann ich natürlich meiner Karriere sehr schnell in Schwung bringen – natürlich kann der Wille, unbedingt Aufmerksamkeit erregen zu wollen, auch sehr schnell nach hinten los gehen und sehr Image-schädigend sein!

  2. Danke Marco, bin absolut deiner Meinung!
    Ich finde, dass die besten Konzepte bzw. Erfolge ohnehin dann erzielt werden, wenn man die Nutzer selbst interagieren lässt und sie nicht mit seinen Stories bombardiert. Natürlich muss man ihnen eine Möglichkeit zur Interaktion (Teilen, Kommentieren, …) bieten und da sind YouTube und Facebook unangefochtene Spitzenreiter.
    Wenn es jemanden interessiert, dann sollte man sich finden lassen und ihnen nicht ins Gesicht springen.

    Grüße,
    Daniel

  3. Den Nagel auf den Kopf getroffen!
    Genau das ist ein Grund, weshalb ich mich auf Dauer von FB zurückziehen werde. Es geht den meisten dort gar nicht um Dialog oder um Kommunikation im Sinne von Social Media, es geht eigentlich nur um den viel zitierten „Schwanz-Vergleich“ und die Selbstinszenierung um jeden Preis. Ich glaube, soviel Ritalin wie dort gebraucht wird, gibt es nicht 🙂

    herzlichen Gruß
    Karl

  4. Danke Karl,
    aber einen gänzlichen Rückzug von Facebook kann man doch schon durch das sorgfältige Auswählen seiner Kontakte vermeiden. Habe gerade erst wieder „sinnlose“ Kontakte/Freunde entfernt und meine „Gefällt mir“ etwas reduziert. Reicht bei mir schon, um mich vor zu viel Schrott zu schützen (außer dem selbst produzierten natürlich 😉 )

    Grüße

  5. Ich denke mal nicht 99%, sondern 99,99% der Akteure auf Youtube erreichen nicht ganz das sie wollen.
    Andererseits: Wo kein medialer Voyeurismus, da auch kein medialer Exhibitionismus. Heißt: Wir provozieren solches Verhalten…

  6. Sicherlich wird dieses Verhalten provoziert. Vor allem durch die Erfolge einzelner Youtuber, wie eben Grup Tekkan etc., werden anderen motiviert. Leider reicht’s eben nicht immer.

    Danke und liebe Grüße!

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